Merliane strickt,spinnt und lebt!
Ob ich nun so schnell bin wie das hoffentlich nahende Winterende, wird sich zeigen. (Wie war das noch als Raucher: wenn man sich eine anzündet, kommt garantiert der Bus!). Auf jeden Fall meldetet meine Große Bedarf an Fäustlingen an. Die Wolle dazu habe ich auch noch selbst gesponnen und navajo verzwirnt. Die Farbe nennt sich “Franklin’s Panopticon” und ist von Lornas Laces. Mich stören ja die hellbeigen Abschnitte, die schon fast altrosa aussehen. Aber der Vroni gefällt die Farbe und so soll mir das natürlich recht sein. Die Mitered Mittens von E.Zimmermann aus dem bekannten Almanach habe ich ein wenig abgeändert. Der Daumen kommt bei mir z.B. aus der Seite. Immerhin lässt sich auf dem Schnee ganz passabel fotografieren:
Wie wäre es übrigens mit Ostersockenwichteln, Mädels? Noch ist bis 17.Februar Zeit, sich bei Petra anzumelden:
….um 10.30 Uhr bin ich keine Studentin mehr. Exmatrikuliert sozusagen. Was mach’ ich jetzt nur mit der vielen freien Zeit (*lachmichschlapp)?? Vielleicht ein bisschen Schnee schaufeln?? Die Massen hier sind schön langsam nicht mehr zum Lachen. Am Anfang hab’ ich die hysterischen Berliner nur müde belächelt, nach dem Motto “Pah… das bisschen Schnee”. Jetzt lach’ ich bald nicht mehr
Hach ich hüpf jetzt mal um meine Strickkorb rum und schaue, was ich weiter stricken könnte, oder noch vieeeeel besser: was ich neues anschlagen könnte! Ich hab’ ja nun auch wieder viel, viel Zeit zum Wolle suchen und kaufen *ggg.
Gestern nach nur 1,5 Studen ist der zweite Ripley fertig geworden.

Bei den Schneemassen hier kann man die Mützen gut gebrauchen. Wenn sich nicht alle Welt immer Fingerhandschuhe wünschen würde, dann käme ich dem gerne nach. Fäustlinge sind doch so schön schnell und einfach zu stricken…..
Details bei Ravelry.
Mal sehen, was hatte ich mir letztes Jahr nicht alles für 2009 vorgenommen?
Der Garten sollte ein gutes Stück wachsen. Nun, das ist er! Wir haben Rollrasen verlegen lassen, Granitpalisaden umranden das hintere Beet und unsere „Baumscheibe“. Neben Bambus, Lorbeer und Holunder wurden auch zwei Weinstöcke gepflanzt und ich habe endlich auch ein paar alte Rosensorten an in der einen Ecke stehen. Die ersten Äpfel wurden geerntet, der Birnbaum aber hat uns auf das nächste Jahr vertröstet. Was wäre auch ein Garten im Havelland ohne Birnbaum
. Fertig wird er hoffentlich nie, der Garten unserer Träume, aber nächstes Jahr darf er ruhig wieder weiter wachsen.
Mein Studium wollte ich beenden. Naja, eigentlich ist es das. Es fehlt noch die sehnlich erwartete Nachricht, dass meine Diplomarbeit ein bisschen Sinn macht, damit ich endlich aufhören kann zu zweifeln. Der Verteidiungstermin wird erst 2010 sein, aber immerhin könnte ich dann das Ziel „Diplom vor 40“ noch erreichen!
Das letzte Jahr war wieder von Höhen und Tiefen im Patchworkalltag geprägt. Ich hoffe, die anderen Beteiligten teilen mein Gefühl, dass wir aber ein Stück näher aneinander gerückt sind. Ich muss doch zugeben, dass ich bei dem ganzen Stress um Studium und neuen Job nicht immer ganz bei der Sache war, dafür möchte ich mich entschuldigen und gelobe Besserung. Ein Kind ist nun volljährig und kann/darf tun und lassen was es will. Schön, dass sie doch noch um Rat fragt und sich eigentlich nicht viel geändert hat. Für die „Kleine“ sieht das nächste Jahr eine große Reise und ein ganzes Schuljahr weit weg vor. Respekt meine Kleine, ich finde es so mutig und wunderbar, dass Du Dich traust!!
Das Ziel mit den Pfunden vertagen wir nun offiziell auf 2010
In der alten Heimat war ich ganze dreimal. Zweimal zu Familienfesten und einmal spontan, um meine liebste Schwester zu besuchen. Im Vergleich zu 2008 war das schon eine große Steigerung und im nächsten Jahr möchte ich das auch mindestens so weiterführen, vor allem wenn dann und wann auch noch eine Stippvisite bei der Wollmeise drin ist
Die Kurzurlaube mit dem Wikinger kamen definitiv zu kurz, geschuldet meinem und seinem Studium. Aaaaber: der Sommerurlaub brachte dann doch eine mittelschwere Veränderung für uns alle. Ich fuhr als Frau F. hin und kam als Frau P. zurück. Der Wikinger war verrückt genug, dieses ganze Spektakel nur eine Woche vor Urlaubsantritt zu organisieren. Im Nachhinein muss ich sagen, dass wir es nicht besser planen hätten können. Die Hochzeit hat mit allen Details genau zu uns gepasst und unsere überraschten Eltern und Kinder waren das ganze Brimborium sowieso wert. Hoffentlich können wir nun ab und an unseren Hochzeitstag in Rust feiern, mein lieber Wikinger! Für nächstes Jahr haben wir unseren Honeymoon ganz allein zu zweit geplant. Mitte Mai werden wir für 2,5 Wochen nach Kalifornien verschwinden und die Oma wird zusammen mit den Teenies das Haus hüten.
Leider habe ich es im ganzen Jahr nicht ein einziges Mal zu einem Strick- oder Spinntreffen geschafft und hoffe sehr, dass sich das im neuen Jahr ändern wird und auch die Glasperlen müssen bis 2010 warten.
Für das nächste Jahr möchte ich also meine Schnecken-Studiumshaus wieder öfter verlassen und öfter „unter die Leut‘“ gehen. Meine Strick- und Berlinfreundschaften sind viel, viel, viel zu kurz gekommen.
Ein bisschen Sport und auch sprachlich würde ich gerne aktiver werden, mal sehen wie ich das als Vollzeitpendler so unterbringen kann.
Mehr Zeit für die Familie oder besser gesagt ab und an intensivere Zeit für die Lieben soll nämlich auch noch bleiben.
Nicht zu vergessen meine wolligen Hobbies, die mir doch immer wieder in allen Lebenslagen die nötige Ruhe und Gelassenheit verschaffen. Eine Stunde am Spinnrad ist für mich Meditation und Therapie in einem, das Baden in Wolle, Stöbern nach schönen Anleitungen und Anschmachten der farbigen Schätze tun mir einfach rundrum gut, sodass ich auch für das nächste Jahr keine großen Wollversprechen an den Tag legen werde. Na gut, Ziel sollte schon sein, mehr zu verarbeiten als neu hinzuzufügen, aber kasteien werde ich mich dafür auch nicht.
Ganz privat gesehen geht’s mir ziemlich gut, da bleiben eigentlich keine Wünsche offen. Wenn es nur halbwegs so bleibt wie es ist, bin ich ein ziemlich glücklicher Mensch!! Das liegt mindestens an meinen beiden großartigen Kindern und dem dickschädligen, preussischen Wikinger an meiner besseren Seite!!
So! Nun wünsche ich euch allen einen fröhlichen Übertritt ins neue Jahrzehnt. Wir sehen, lesen und hören hoffentlich bald voneinander!!

….dieser Ausflug nach München zum Geburtstag meiner Mutter. Was liegt da näher als die Zeit zwischen Ankunft am Flughafen und Beginn der Feier mit einem spontanen Ausflug mit der liebsten Schwester nach Pfaffenhofen zu füllen. Liegt ja praktisch auf dem Weg nach FFB und außerdem führt uns Papas Navi hin. Nun, das Navi hätten wir beinahe nach einem Kilometer entsorgt, weil uns der hinweisende Glockenton dann doch ziemlich auf den Keks ging. Aber Pfaffenhofen und schließlich die Wollmeise ließen sich dann doch gut finden. Immerhin sind wir zwei auch mehrmals durch die schottischen Highlands nur mit Landkarte gegurkt, was ist da schon das bayerische Hinterland
Meine Schwester auf die Couch mit Kaffee platziert konnte ich im Wollmeisenwunderwonderland schwelgen. Meine Güte, was ist das für eine Pracht!! Wenn man so alle Farben nebeneinander sieht fällt die Auswahl verdammt schwer, aber ich wollte meinen Geldbeutel dann doch nicht überstrapazieren und auch noch ein wenig Luft für die nächsten Besuche lassen. So sind’s “nur” die 10 Stränglein geworden:

Was ich daraus machen werde, ist noch nicht entschieden. Einstweilen bade ich noch eine Weile in dem Anblick und werde mal die Füllung für den zweiten Sheldon suchen. Dazu eignen sich zum Beispiel hervorragend ungeliebte poly-Wollvorräte aus dem Keller.
Vielen Dank noch für die lieben Glückwünsche! Irgendwie muss ich es cnoch schaffen mit jeder von Euch ein Gläschen zu trinken! Danke,danke,danke!! Auch im Namen des Wikingers!
Dank der Post gab’s zwar noch eine kleine Nervenprüfung, aber nun hab’ ich es tatsächlich hinter mir. Das Diplom vor vierzig rückt in greifbare Nähe. Meine 100 Seiten liegen in Wismar zur Beurteilung und Anfang Februar darf ich das gute Stück dann noch in der kleinen Hansestadt verteidigen. Einmal mehr muss ich meinem Umfeld danken, dass mich in der letzten harten Phase ertragen musste. Vor allem meinem Mann, der den ganzen Haushalt schmiss und meinen beiden Töchter, die ziemlich in den Hintergrund gerieten. Der 18te Geburtstag meiner Großen war an dem Wochenende vor dem Abgabetermin und ich schwöre hier und jetzt, dass wir das mit dem Kuchen noch nachholen werden!!
Dem aufmerksamen Leser wird vielleicht nicht entgangen sein, dass ich den Wikinger als “meinen Mann” titulierte. Nun, bei all’ der Zeitnot wegen seinem und meinem Studium, stellten wir eine Woche vor dem geplanten Sommerurlaub fest, dass ja fast alle Eltern und alle Kinder mitkommen würden. Der perfekte Termin für eine Hochzeit also! Die deutschen Behörden und ganz speziell unsere Freunde von DHL versuchten zwar ihr möglichstes um diesen Irrsinn zu verhindern, aber ätschebätsch! Am 22.7. haben wir im Beisein der am Abend zuvor informierten Eltern und Kinder, in Rust am See (Burgenland, Österreich) geheiratet.
Dass Rust die Stadt der Störche ist, hat übrigens nichts zu sagen! Also jedenfalls nicht bei uns
Es kam uns aber sehr entgegen, dass die Stadt anschließend ein Gläschen edlen Wein spendierte, schließlich waren damals gute 30 Grad.
Als Kind war ich oft in Österreich im Urlaub, klar, liegt für die Bayern ja nahe. Aber das Burgenland kannte ich bisher noch nicht. Das Ziel hörte sich nicht gerade spektakulär an, die Kinder zogen gerade mal die Augenbraue hoch, als sie hörten, dass wir Sommerurlaub am Neusiedler See machen. Ich habe mich aber – nicht nur wegen der gelungenen Hochzeit – spontan in dieses schöne Städtchen verliebt. Die zauberhafte Altstadt, die vielen kleinen Buschenschanken, der wirklich gute und ehrliche Wein, der See und seine schöne Umgebung….. einfach herrlich! Ich kann nur jedem empfehlen, dieses kleine Fleckchen mal zu besuchen.
Jetzt lade ich mal noch ein paar Fotos hoch, schließlich musste ich mich bei all dem Studiumsstreß zwischendurch an den Nadeln und am Rädchen entspannen!
… mit einem LKW im Vorgarten:
Ein ziemliches Drama, denn bei der ersten Ladung fuhr er rückwärts in den Garten und lud die 15kubikmeter ab, aber bei der zweiten Fuhre blieb er rechts vorne stecken. Nichts ging mehr, auch die Erde klebte wie Pech fest, und die Männer mussten mit ein wenig Muskelkraft Hand anlegen. Ein LKW im Vorgarten wäre ja nicht so schlimm, wenn er nicht zur Hälfte noch auf der Straße gestanden hätte…. In unsere kleine Sackgasse kam nun keiner mehr rein oder raus. Die Nachbarn nahmens gelassen und haben mitgeholfen. Es nutzte aber alles nichts, der LKW blieb über Nacht und erst im Laufe des nächsten Vormittags konnten die Räder soweit unterfüttert werden, dass es dem Fahrer gelang, wieder aus dem Loch zu fahren. All das war nötig, damit unser Garten endlich fertig werden konnte. Ein paar Tage später kamen nämlich 9 Paletten Rollrasen und die Erde musste vorher verteilt, gewalzt, gedüngt, gewässert werden.
Da der Wikinger wegen seines Studiums in München weilte, konnte er an dem großen Tag auch nicht dabei sein, als unsere Gartenhelfer anrückten und Stück für Stück ausrollten. Das machte ihn ganz schön nervös, ob da auch alles glatt läuft und vor allem ob wir das auch richtig machen, wenn er nicht als “Bauleiter” dabei sein kann. Aber wir haben das ganz gut hinbekommen, der Garten sieht nun einfach “fertig” aus:

Nun konnten wir schon das erste Wochenende mit dem “neuen Garten” genießen. Mittlerweile gewöhnen sich auch die neuen Bewohner an das ungewohnte Grün:


Nick und Liz haben einen schönen Platz im Garten bekommen, mit einer Hortensie und einer Malve. Auch wenn wir die beiden nicht vergessen, so haben die beiden neuen Mädels unsere Herzen im Sturm erobert.
Nun konnte ich mich auch mal meinem Langzeitprojekt widmen. Schon letztes Jahr hatte ich mein erstes großes Patchwork Projekt begonnen. Mit der neuen Nähmaschine geht das ja alles ein wenig schneller und einfacher. Diese Riesendecke im Log Cabin Muster ist vorhin fertig geworden. Und auch wenn die Ränder alles andere als gleichmäßig aussehen, bin ich doch mächtig stolz, dass sie nun endlich fertig geworden ist. Denkbar schlechte Voraussetzungen hatte sie ja: ich habe unterschiedlichste Materialien gemischt: Cord-, Stretch-, Viskose- und Baumwollstoffe. Außerdem war mir die sperrige Größe von 2,25 auf 2 Meter mehr als einmal ein wenig hinderlich und ich habe beinahe fünfmal den gesamten Tisch mit dem Manövrieren der Decke abgeräumt. Aber mit ein paar wirklich guten Tipps von Nicole


Das Nähen macht soviel Spaß und ist die perfekte Sommerbeschäftigung
. Wäre da nicht die Kleinigkeit mit der Diplomarbeit….. Aber dazu ist auch noch nach dem Sommerurlaub Zeit.
Innerhalb nur einer Woche haben uns unsere beiden kleinen Lieblinge verlassen. Wir sind alle ziemlich geknickt und erschüttert, da es keinen offensichtlichen Grund gab….und jetzt wurde unser Garten gerade auch fertig und zum kleinen Paradies für die beiden….

…in meinem Revier, um es mit Marius Müller W’s Worten zu sagen. Nicht dass ich ein großer Fan des Barden wäre
Ich kanns noch gar nicht fassen, dass ich wirklich ALLE Klausuren hinter mich gebracht habe, da kommt ja fast schon eine Leere des Lernens in mir aus! Nein – Spaß beiseite, ich bin heilfroh, dass alles gut gelaufen ist, und meine Familie ein weiteres Mal diesen Lernmarathon ertragen hat. Jetzt gehts an die Diplomarbeit, aber Thema und betreuende Professoren sind soweit auch schon klar, ich muss nur noch ein paar Seiten schreiben, aber das sollte jetzt auch zu schaffen sein.
Letztes Wochenende waren wir zu einem Kurzbesuch in der alten Heimat, meine Nichte wurde konfirmiert. Und die beiden Autofahrten ließen mich dann doch endlich zwei Sockenpaare beenden:

Vinnland socks

Nutkin socks
Außerdem brachte mir mein Spinnrad einmal mehr viele entspannende Momente während der heißen Phase. Ich habe mich an einem Single Garn versucht, aus dem April fiber von Allspunup. Mal sehen, wie das verstrickt wirkt, als lace shawl.
Vielen Dank noch Euch allen für die Glückwünsche im letzten Post, unser Projekt Heiraten wird einige Planungszeit in Anspruch nehmen, denn wir möchten gerne im Ausland den Schritt wagen, nächstes Jahr im Mai oder so. Außerdem beansprucht uns unser Garten im Moment. Zwei Jahre wohnen wir nun hier im eigenen Haus und der Garten sah immer noch wortwörtlich wie eine Wüste aus. Carport, Terrasse und Umrandung unserer alten Bäume sind im Laufe des Jahres umgesetzt worden. Jetzt fehlte der “Rest”. Am Freitag kamen 30 kubikmeter Mutterboden, die verteilt werden wollen, damit dann in den nächsten Wochen der Rasen gepflanzt werden kann. 20m Beet warten auch noch auf Bepflanzung, aber das kann Schritt für Schritt folgen, die ersten Pflanzerfolge konnten wir im Vorgarten und an unserer Abböschung jedenfalls schon feiern.
Zu guter Letzt habe ich noch einen Buchtipp: wer “P.S. Ich liebe Dich” – als Buch wohlgemerkt (den Film fand ich grottig!) gemocht hat, dem wird dieses Buch von Cecilia Ahern auch sehr gut gefallen:
Ich habe Tränen gelacht und auch so manches Mal Tränen in den Augen gehabt! Auf deutsch heißt das Buch “Ich hab dich im Gefühl”, hoffentlich ist es gut übersetzt.
Hauptsächlich berichte ich hier über meine Stricknadeln, meine Spinnräder und mein chaotisches Leben zwischen Pubis, Wikinger, Haushalt, Job, Studium und Haustieren.... der ganz normale Wahnsinn einer Bayerin in Berlin eben...