Mal sehen, was hatte ich mir letztes Jahr nicht alles für 2009 vorgenommen?

Der Garten sollte ein gutes Stück wachsen. Nun, das ist er! Wir haben Rollrasen verlegen lassen, Granitpalisaden umranden das hintere Beet und unsere „Baumscheibe“. Neben Bambus, Lorbeer und Holunder wurden auch zwei Weinstöcke gepflanzt und ich habe endlich auch ein paar alte Rosensorten an in der einen Ecke stehen. Die ersten Äpfel wurden geerntet, der Birnbaum aber hat uns auf das nächste Jahr vertröstet. Was wäre auch ein Garten im Havelland ohne Birnbaum ;-) . Fertig wird er hoffentlich nie, der Garten unserer Träume, aber nächstes Jahr darf er ruhig wieder weiter wachsen.

Mein Studium wollte ich beenden. Naja, eigentlich ist es das. Es fehlt noch die sehnlich erwartete Nachricht, dass meine Diplomarbeit ein bisschen Sinn macht, damit ich endlich aufhören kann zu zweifeln. Der Verteidiungstermin wird erst 2010 sein, aber immerhin könnte ich dann das Ziel „Diplom vor 40“ noch erreichen!

Das letzte Jahr war wieder von Höhen und Tiefen im Patchworkalltag geprägt. Ich hoffe, die anderen Beteiligten teilen mein Gefühl, dass wir aber ein Stück näher aneinander gerückt sind. Ich muss doch zugeben, dass ich bei dem ganzen Stress um Studium und neuen Job nicht immer ganz bei der Sache war, dafür möchte ich mich entschuldigen und gelobe Besserung. Ein Kind ist nun volljährig und kann/darf tun und lassen was es will. Schön, dass sie doch noch um Rat fragt und sich eigentlich nicht viel geändert hat. Für die „Kleine“ sieht das nächste Jahr eine große Reise und ein ganzes Schuljahr weit weg vor. Respekt meine Kleine, ich finde es so mutig und wunderbar, dass Du Dich traust!!

Das Ziel mit den Pfunden vertagen wir nun offiziell auf 2010 ;-)

In der alten Heimat war ich ganze dreimal. Zweimal zu Familienfesten und einmal spontan, um meine liebste Schwester zu besuchen. Im Vergleich zu 2008 war das schon eine große Steigerung und im nächsten Jahr möchte ich das auch mindestens so weiterführen, vor allem wenn dann und wann auch noch eine Stippvisite bei der Wollmeise drin ist ;-)

Die Kurzurlaube mit dem Wikinger kamen definitiv zu kurz, geschuldet meinem und seinem Studium. Aaaaber: der Sommerurlaub brachte dann doch eine mittelschwere Veränderung für uns alle. Ich fuhr als Frau F. hin und kam als Frau P. zurück. Der Wikinger war verrückt genug, dieses ganze Spektakel nur eine Woche vor Urlaubsantritt zu organisieren. Im Nachhinein muss ich sagen, dass wir es nicht besser planen hätten können. Die Hochzeit hat mit allen Details genau zu uns gepasst und unsere überraschten Eltern und Kinder waren das ganze Brimborium sowieso wert. Hoffentlich können wir nun ab und an unseren Hochzeitstag in Rust feiern, mein lieber Wikinger! Für nächstes Jahr haben wir unseren Honeymoon ganz allein zu zweit geplant. Mitte Mai werden wir für 2,5 Wochen nach Kalifornien verschwinden und die Oma wird zusammen mit den Teenies das Haus hüten.

Leider habe ich es im ganzen Jahr nicht ein einziges Mal zu einem Strick- oder Spinntreffen geschafft und hoffe sehr, dass sich das im neuen Jahr ändern wird und auch die Glasperlen müssen bis 2010 warten.

Für das nächste Jahr möchte ich also meine Schnecken-Studiumshaus wieder öfter verlassen und öfter „unter die Leut‘“ gehen. Meine Strick- und Berlinfreundschaften sind viel, viel, viel zu kurz gekommen.
Ein bisschen Sport und auch sprachlich würde ich gerne aktiver werden, mal sehen wie ich das als Vollzeitpendler so unterbringen kann.

Mehr Zeit für die Familie oder besser gesagt ab und an intensivere Zeit für die Lieben soll nämlich auch noch bleiben.

Nicht zu vergessen meine wolligen Hobbies, die mir doch immer wieder in allen Lebenslagen die nötige Ruhe und Gelassenheit verschaffen. Eine Stunde am Spinnrad ist für mich Meditation und Therapie in einem, das Baden in Wolle, Stöbern nach schönen Anleitungen und Anschmachten der farbigen Schätze tun mir einfach rundrum gut, sodass ich auch für das nächste Jahr keine großen Wollversprechen an den Tag legen werde. Na gut, Ziel sollte schon sein, mehr zu verarbeiten als neu hinzuzufügen, aber kasteien werde ich mich dafür auch nicht.

Ganz privat gesehen geht’s mir ziemlich gut, da bleiben eigentlich keine Wünsche offen. Wenn es nur halbwegs so bleibt wie es ist, bin ich ein ziemlich glücklicher Mensch!! Das liegt mindestens an meinen beiden großartigen Kindern und dem dickschädligen, preussischen Wikinger an meiner besseren Seite!!

So! Nun wünsche ich euch allen einen fröhlichen Übertritt ins neue Jahrzehnt. Wir sehen, lesen und hören hoffentlich bald voneinander!!
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